Monatsarchiv für November, 2014

Königsjodler

Brotzeit nach ca. 2/3 vor dem Anstieg zum Kummetstein Endlich war es wieder soweit, Anfang Oktober fuhr ich mit meinem Bruder Lutz nach Österreich ins verlängerte Kletterwochenende. Unser Ziel waren die Berchtesgadener Alpen, wo wir von Dienten aus über den eindrucksvollen Königsjodler Klettersteig auf den Gipfel des Hochkönig (2.941 m) steigen wollten. Tage vorher hatten wir kontinuierlich die Wettervorhersagen verfolgt und uns regelmäßig über die Bedingungen vor Ort informiert. Besonders hiflreich waren hier, neben amüsanten und kuriosen Geschichten über die tägliche Zusammenkunft mit den Gästen, die Berichte im Blog des Matrashaus Hüttenwirts.
Die Anreise führte uns zuerst zum „Camping Neunbrunnen am Waldsee“ bei Saalfelden, dort schlugen wir unser Zelt, quasi unser Basislager für die kommenden 3 Nächte auf. Wenig später erkundeten wir die Umgebung und suchten schonmal den Wanderparkplatz bei Dienten, der unser Ausgangspunkt am kommenden Morgen sein sollte. Das „Abendbrot“ in Form von feinstem Hirschgulasch ließen wir uns im Gasthof am Campingplatz schmecken 🙂 .

Um 5:00 Uhr starteten wir den Aufstieg zum Königsjodler. Nach knapp 2 Stunden gehen mit der Kopflampe erreichten wir pünktlich zum Sonnenaufgang die Hochscharte, den Einstieg zum Klettersteig. Entlang der wilden Gratkante ging es auf und ab über die Teufelshörner, immer begleitet von der wunderschönen aufgehenden Sonne. Der Blick über das wolkenverhangene Tal ließ in der Ferne das Großglockner Massiv erscheinen. Wir kamen gut voran, so dass ich mir immer wieder Zeit für Foto- und Videoaufnahmen nehmen konnte. Unterhalb der steilen Wand des Kummetstein machten wir kurze Brotzeit, genossen die noch wärmenden Sonnenstrahlen und den Ausblick, bevor uns die Wolken aus dem Tal einholten. Ab jetzt war es vorbei mit der Aussicht! Das letzte Drittel des Königsjodler ging dennoch viel zu schnell vorbei und ehe wir uns versahen standen wir am Ausstieg,  dem Hohen Kopf in 2.875 m und blickten auf die Gletscherreste der „Übergossenen Alm“. Knapp 4 Stunden hatten wir für den Klettersteig gebraucht, was für die guten Bedigungen an diesem Tag sprach. Um punkt 12:00 erreichten wir den Gipfel des Hochkönig. Die „Wolkensuppe“ lockerte sich zunehmend, als wir unser wohlverdientes Bierchen auf der Sonnenterasse des Matrashaus, direkt neben dem Gipfelkreuz tranken.
Für den Abstieg hatten wir uns gegen das steinschlaggefährdete Birkar und für den längeren, aber einfacheren Normalweg entschieden. Anfangs über weitläufige Schneefelder, später über die gewohnten Serpentinenwege ging es Talwärts bis zum Arthurhaus, von wo wir mit dem Wanderbus zurück bis zum Auto am Ausgangspunkt fuhren.

Mit dem Königsjodler reiht sich nun ein weiteres Highlight in die Liste unserer Klettertouren ein!

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Und hier ein Videozusammenschnitt von der Tour:

Königsjodler mit Abstieg über Mitterfeldalm:

bisher 1 Kommentar 06. November 2014


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