Auf den Spuren des Alpe-Adria-Trail

Alpe-Adria-Trail führte uns der diesjährige Sommerurlaub vom Faaker See in Kärnten nach Slowenien durch das Soca-Tal bis nach Tolmin. Mit fünf hier verlaufenden Etappen des Weitwanderweg Alpe-Adria-Trail, der auf seiner gesamten Distanz über 750 km vom Großglockner bis zur Adria führt, hatten wir uns insbesondere mit denen entlang der Soca, die wohl landschaftlich reizvollsten ausgesucht. In den zwei Wochen vor Ort positionierten wir uns auf Campingplätzen die je zwischen zwei Etappen lagen, so dass wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln einmal zum Ausgangspunkt und ein anderes Mal vom Endpunkt zurück fahren konnten. Wobei die erste Variante, bei der wir „nach Hause“ zurück laufen konnten, die wesentlich entspanntere war, da wir so ohne Zeitdruck und Bangen um die, teilweise recht spartanischen Busverbindungen, unterwegs sein konnten.

Das bereits angesprochene Sahnestück war Etappe 24, die von Trenta nach Bovec führt und vor Ort auch als „Soska Pot“ (Soca-Weg) ausgeschildert ist. Bei Trenta startet man in den Ausläufern des Triglav-Nationalpark mit einem tollen Ausblick auf Selbigen. Nahezu auf den gesamten 21 km der Tour geht es durch moosverhangene Wälder, über grüne Wiesen oder felsige Klippen direkt am Ufer oder oberhalb der smaragdgrünen Soca entlang. Anfangs folgt man dem ausgesetzten, aber noch wenig Wasser führendem Flussbett, das sich in Richtung der gleichnamigen Ortschaft Soca jedoch mehr und mehr bündelt und hier in der Großen Soca-Schlucht tief durch das Gestein frisst. Immer wieder quert man den Fluss auf weit gespannten Hängebrücken. Nach den Schluchten breitet sich das Flussbett wieder zunehmend in der Landschaft aus. Wir wurden ab Mitte der Tour leider von Gewitter und ordentlich Regen überrascht, aber an heißen Tagen lädt das 5° C kalte Wasser in den ruhigen Bereichen zum Verweilen und zur Abkühlung ein 😉 .

Die Fotos zeigen neben der beschriebenen Etappe 24 noch Auszüge aus den Abschnitten 21 und 22 sowie 25 und 26. Die Besteigung des Svinjak (1.653 m) oberhalb von Kal-Koritnica, sowie weitere Rundtouren zwischen Bovec und Kobarid, wozu noch Tourenblätter auf gps-tour.info folgen werden. Zum Schluss sei noch jedem empfohlen auch ein Rafting (ab Bovec möglich) mitzumachen!

jetzt kommentieren? 14. September 2017

Lippe-Radtour

Römer Lippe Radroute Die 320 Kilometer entlang der Römer-Lippe-Route vom Hermannsdenkmal in Detmold zurück bis nach Kempen teilten wir in 4 Etappen mit Übernachtungen in den Metropolen Paderborn, Hamm und Marl auf.
Nach der knapp 4 stündigen (recht guten) Anreise per Bahn entluden wir die Räder noch trocken, doch noch am Bahnhof in Detmold began es zu regnen, im Nass strampelten wir die erste Bergetappe auf 400 m zum Hermannsdenkmal hinauf. In mitten der tief hängenden Wolken gab es hier leider keine schöne Aussicht. Im Dauerregen ging es überwiegend auf Waldwegen (die Räder und wir sahen binnen kürzester Zeit aus wie sau) in Richtung Externsteine, hier noch ein letztes Mal bergauf. Vorbei an Bad Lippspringe (Quelle der Lippe) hielten wir zur ersten Übernachtung in Paderborn, hier mussten erst einmal die Klamotten getrocknet werden.
Römer Lippe Radroute

Mit Wetterbesserung in Aussicht starteten wir die 2. Etappe trocken. Begleitet von ein paar Schauern ging es ab jetzt, meist flussbegleitend, durch grüne Auenlandschaften über Lippstadt nach Hamm.
Unser 3. Tag führte uns neben der Lippe, auch auf Teilen entlang des Datteln-Hamm-, sowie Wesel-Datteln-Kanals, landschaftlich reizvoll (diesmal sogar bei Sonnenschein) durch Lünen, vorbei an Haltern am See bis kurz vor Dorsten.
Nach Übernachtung im „American RoadCamp“ in Marl folgten wir der Lippe noch bis Wesel, wo sie in den Rhein mündet. Auch wir verließen hier die, noch bis Xanten ausgeschilderte Römer-Lippe-Route und fuhren über Rheinberg zurück nach Kempen.
Von den Römern haben wir zwar nicht soviel gesehen, dafür aber viel Wasser (leider auch oft von oben) in toller Landschaft auf überweigend autofreien Wegen!

Bildquelle: Ruhr Tourismus

Unsere Route:

jetzt kommentieren? 08. August 2017

Wanderungen auf Mallorca

In den vergangenen Wochen habe ich zwei neue Touren auf GPS-Tour.info gelistet, diese stammen noch aus dem Mallorcaurlaub von vor 2 Jahren. Beide Tagestouren verlaufen im Tramuntana Gebirge, die Besteigung des L’Ofre ist eine recht knackige Bergtour auf der es knapp 900 Höhenmeter zu überwinden gibt. Die Küstenwanderung von Deià nach Port de Sóller verläuft hingegen recht human, ist jedoch auf Grund einiger (durch Erosion entstandener) Wegschäden auch nicht zu unterschätzen. Es sind also beides keine „Flip-Flop-Touren“, aber mit etwas Ausdauer, genügend Wasser und dem richtigen Schuhwerk gut zu bewältigen, belohnt wird man von wunderschönen Aussichten und toller Natur.

Große L’Ofre Runde:
https://www.gps-tour.info/de/touren/detail.139888.html

Küstenwanderweg von Deià nach Port de Sóller:
https://www.gps-tour.info/de/touren/detail.156497.html

jetzt kommentieren? 10. Juli 2017

Durch die Bahn blockiert

Bahnübergang Stendener Weg Allgegenwärtig sind die Umfragen, Checks und Tests sämtlicher Medien in Bezug auf die Zufriedenheit der Bahnkunden. Seit Anfang des Jahres gehöre nun auch ich, als eigentlich völlig unbeteiligter Fahrradfahrer, zu den „Bahngeplagten“!

Durch eine Sperrung des Bahnübergang Stendener Weg in Kempen, wird mir die direkte (und schönere, da über Land) Radroute zu meiner Arbeitsstelle in Krefeld-Hüls schon seit Anfang des Jahres verwehrt. Für die Hin- und Rückfahrt muss ich nun einen 3 km Umweg durch das Industriegebiet in Kauf nehmen.
Die Schrankenanlage wurde erneuert, doch da nun seit 1 Monat kein baulicher Fortschritt mehr erkenntlich war, erkundigte ich mich bei der Bahn nach dem Stand der Bauarbeiten. Wiedererwartend sehr zügig bekam ich eine Antwort auf meine Emailanfrage:

wir bedauern Ihre Unannehmlichkeiten, müssen Ihnen aber mitteilen, dass die Fertigstellung des Bahnübergangs vsl. erst Mitte Mai erfolgen wird. Im Rahmen der Bauarbeiten wurde die Notwendigkeit eines neuen Kabels zum Stellwerk festgestellt, welches allerdings erst produziert werden muss. Nach erfolgten Einbau wird die Anlage kurzfristig in Betrieb genommen.

Oh man, wieso muss so ein Kabel erst „produziert“ werden? Echt ärgerlich, dass jetzt hier noch knapp zwei Monate klassisch das „Messer im Schwein“ steckt. 👿 

jetzt kommentieren? 04. April 2017

ODBC mit Office 2003 auf Windows 7 x64

Um mit einer älteren Office Version (z.B. Excel oder Access 2003) auf einem Windows 7 (oder einem anderen 64bit Windows) per ODBC-Verbindung Daten aus einer SQL-Tabelle zu lesen, muss man die Verbindung auch explizit im 32-bit ODBC Administration Tool anlegen.
Dieses findet man hier: %windir%\SysWOW64\odbcad32.exe

Hier der passenden Microsoft Artikel: https://support.microsoft.com/en-us/help/2721825/unable-to-create-dsn-for-microsoft-office-system-driver-on-64-bit-versions-of-windows

jetzt kommentieren? 31. Januar 2017

Köllenspitze

auf der Köllenspitze Zu einem relativ spontanen Kletter-wochenende fuhren Lutz und ich vom 23. – 25. September „mal eben“ nach Österreich ins Tannheimer Tal, wo wir am Campingplatz Haldensee unser Zelt aufschlugen. Für den kommenden Tag hatten wir uns den Köllenspitz-Klettersteig vorgenommen. Auf Grund der guten Bedingungen wurde es letztendlich eine tolle Runde über den Klettersteig, die Köllenspitze,  die Rote Flüh, Friedberger Klettersteig und den Schartschrofen.
Wir starteten um 6:30 am Wanderparkplatz in Nesselwängle und erreichten von dort, über den Zustieg vorbei am Gimpelhaus, gegen 8:30 den Einstieg zum Klettersteig. Bei traumhaftem Wetter durchkletterten wir den Steig in 2,5 Stunden. Während des Abstiegs entschieden wir uns zu Erweiterung der Runde. Diese ging dann vorbei am Gimpelhaus, wieder hoch zur Roten Flüh und über den einfachen Friedberger Klettersteig zum Schartschrofen. Von hier gingen wir über den Normalweg hinab zum Adlerhorst, wo wir uns bei wunderschönem Ausblick auf den Haldensee noch ein wohlverdientes Bierchen gönnten. Von dort ging es nur noch zurück zum Parkplatz, den wir schließlich um 16:30 erreichten.

Video der Tour:

Route über Köllenspitz-Klettersteig, Rote Flüh und Schartschrofen:

Wer es lieber etwas gemütlicher mag, aber dennoch den tollen Ausblick vom markantesten Gipfels der Tannheimer Gruppe erleben möchte, dem sei der Normalweg auf die Rote Flüh ans Herz gelegt. Er wird aktuell in der Reihe der „Tannheimer Klassiker“ im Bergzeit Magazin vorgestellt: Über den Normalweg auf die Rote Flüh

jetzt kommentieren? 17. November 2016

Tour de Ruhr

Gastbeitrag von Stefan:
Ruhrtalradweg Am 30.04. ging es los. Nach der erfolgreichen Radtour ans Meer in 2015 wurde eine zweite Tour für 2016 – wieder über den ersten Mai – geplant. Los ging es mit dem Zug ab Kempen mit dem Ziel Winterberg. Nach rund vier Stunden erreichten wir bei ca. vier Grad und leichtem Nieselregen den Bahnhof in Winterberg. Die erste Etappe über 45 Kilometer war von einigen Steigungen, überwiegend aber von Abfahrten geprägt. Nach einem leckeren Essen in Meschede und der „Henne in Flammen“ gesellte sich während der Nacht noch unser Carsten zur Gruppe.
In voller Besetzung starteten wir also am frühen Sonntagmorgen in die nächste Etappe gen „bei Schwerte“. Den Zielort Schwerte vor Augen offenbarte uns Tourguide Jan dass das eigentliche Tagesziel eben nicht Schwerte sondern in Ergste und somit hinter dem Ort lag. Die paar Kilometer machten dann jedoch den Kohl auch nicht mehr fett, war schließlich durch den überaus netten Gastgeber im alten Pfarrhaus doch dank Jan’s Bemühungen im voraus bereits eine Kiste Bier im Kühlschrank platziert. Nach einem großen Schnitzel in der örtlichen Gaststube war der Rest des Abends primär der Spielesammlung gewidmet. Ruhrtalradweg

Nach einem guten Frühstück am Montag morgen und sensationellem Kaffee dank Christoph starteten wir in den wettertechnisch schönsten und mit rund 70 Kilometern kürzesten Tag der Tour. Dank der aktuellen Aktionsware von Aldi Nord konnten Jan und ich auch in kurzer Hose die Fahrt fortsetzen. Das Tagesziel Essen war mit vielen gemütlichen Pausen und einer Fährüberfahrt schnell erreicht und wurde nach einem guten Essen in einem gemütlichen Biergarten ausführlich zelebriert.
Der Dienstag bedeutete das große Finale, leider mit einigem Gegenwind und weniger Sonnenschein als am Vortag. Zweimal trafen wir auf die am Samstag morgen gestartete Truppe, die anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Strecke diese nochmals abfuhr (ohne Gepäck.. Pah..). Voller Elan erreichten wir am frühen Nachmittag unser Ziel. Die Rheinorange, der Ort, an dem die Ruhr, zwischenzeitlich zum großen Fluss geworden, in den Rhein mündet. Das letzte Teilstück von dort bis Kempen erwies sich nicht zuletzt aufgrund des Gegenwindes als letzte Herausforderung, bis wir schließlich nach rund 285 Kilometern endlich das wohlverdiente Weizen auf dem Kempener Buttermarkt zu uns nehmen konnten. Fazit: Keine Verletzten, keine Ausfälle, viel Spaß… einfach eine richtig gute Tour. Die Planungen für 2017 können beginnen…

Bildquelle: Ruhr Tourismus

Unser aufgezeichneter Track:

jetzt kommentieren? 21. Juni 2016

Der erste Marathon

20x30-FMBA2393 Am 26.10.2014 lief ich meinen ersten Marathon. Es war in Frankfurt am Main, angenehmes Wetter, tolle Stimmung, schöne Strecke, ich war gut unterwegs, doch dann kam Kilometer 38…

Beginnen wir etwas früher, die Idee zum Marathon in Frankfurt entstand Anfang des Jahres, meine Lauffreunde aus dem Karnevalsverein überredeten mich zur Anmeldung. Die war dann auch schnell getätigt und in den folgenden 5 Monaten passierte weiter nicht viel (bis auf die üblichen Läufe 🙂 ). Im Juni began ich mich mit der Vorbereitung zu beschäftigen und erstellte mir (kostenlos) einen Trainingsplan über MY ASICS. Da ich neben der Arbeit noch intesiv und mitten im Hausbau war, hatte ich nur zwei Trainingstage pro Woche angebenen und basierend auf meiner Halbmarathonzeit von 1:25 Std. gab der Plan 3 Std. als mögliche Zielzeit für die 42,2 km an… sportlich dachte ich, aber beließ es dabei.
Im Juli startete ich mit den ersten Läufen nach Plan und merkte direkt, dass ich keine Muße dazu hatte, mich an die vorgegebenen Zeiten, die während des Laufs variierten, zu halten. So richtete ich mich lediglich nach den Distanzen und lief mein „normales“ Tempo nach persönlichem empfinden. Die Läufe steigerten sich so allmählich bis auf 35 km. Die langen Laufe machte ich Sonntags, oft in Begleitung meiner Freundin auf dem Fahrrad, die mich dabei zwischendurch mit einem Isodrink und Gel versorgte. So verlief die Vorbereitung trotz aufreibendem Hausbau recht angenehm, ich fühlte mich gut!

Am Wochenende des Marathon reisten wir bereits Samstags nach Frankfurt, in einem Appartment im Five Elements Hostel, das mitten im Rotlichtviertel lag (interessant zu beobachtendes Schauspiel am Abend 😉 ), aber fußlaufig gut von Start und Ziel erreichbar war, hatten wir uns recht günstig eingemietet. Wir holten unsere Startunterlagen ab, schlenderten einmal über die Marathonmesse, lösten die Gutscheine bei der Pasta-Party ein und schauten uns schonmal den Zielbereich mit dem roten Teppich in der Festhalle an.

Startaufstellung am Marathon-Tag, war ich sehr nervös, ich weiß es schon gar nicht mehr, aber das Wetter war gut und ich fühlte mich gut! Zu 4 hatten wir uns im Startblock mit der Zielzeit 3:45 Std. eingeordnet, aber was da um uns herum sah waren meines erachtens überwiegend Leute die keine 3:45 zu laufen vermochten… Startschuss, langsam kam das Feld ins Trudeln und schon bald erreichten wir das Starttor. Ich versuchte ein Tempo zu finden, pendelte mich bei 4:30 ein, aber irgendwie hatte ich es ja schon befürchtet, 1000 um mich herum liefen alle (wesentlich) langsamer – falscher Startblock. Fast bis Kilometer 10 lief ich im „Zick-Zack“! Ab jetzt lief es locker und gut, im Bereich von Kilometer 30 erreichte ich die Traube um den „3:15-Pacer“ und ließ diese hinter mir. Bei 35 Kilometern merkte ich erste Einbußen, ich fühlte mich schwächer, nahm am Versorgungsstand nochmal ein ISO-Gel und einen vollen Becher Wasser zu mir, doch da war es wohl schon zu spät. Allmählich kam leichtes Zwicken und den Beinmuskeln auf, ich wurde langsamer, musste die 3:15 Truppe ziehen lassen und (ich möchte es nicht unnötig umschreiben 😉 ) ich „kackte“ richtig ab! An einer Versorgungsstation bei Kilometer 38 blieb ich das erste Mal kurz stehen, tauchte meine Kopf in einen Wasser-/ Schwammbottich, trank zwei Cola, trabte wieder langsam an, aber die Luft war raus, die Waden zwickten immer mehr und bei Kilometer 40 gab es den ersten schönen Krampf. Ab jetzt ging es nur noch leicht trabend, überwiegend gehend voran und ich schleppte mich von Krampf zu Krampf. Es war grauenhaft, das Publikum feuerte mich wirklich super an, aber ich war am Ende. So schleppte ich mich irgendwie bis ins Ziel, konnte mich nicht freuen, es nicht genießen… Ich hatte mich so auf ein leckeres Bier im Ziel gefreut, aber daran war nicht zu denken, ich war total im ARSCH.

Immerhin hat es am Ende zu einer Zielzeit von 03:28:07 gereicht, über die ich mich aber erst ein paar Stunden später freuen konnte, nachdem ich wieder etwas aufgepeppelt war.
Der eigentlich Stolz und das tolle Gefühl diesen Lauf gemeistert zu haben folgte allmählich und aus dem ersten Gedanken im Ziel „das machst du nie nie nie mehr wieder“, wurde schon bald das Verlangen nach „nochmal, das kannst du besser“!

 

jetzt kommentieren? 29. April 2016

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